Mit Arminia Bielefeld, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV stehen drei traditionsreiche Klubs an der Spitze der 2. Bundesliga und alle drei haben den Aufstieg fest in den Blick genommen. Die Bielefelder haben sich überraschend zur Topmannschaft gemausert und aktuell solide sechs Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze. Stuttgart und Hamburg, beide Klubs waren bereits Deutscher Meister, streiten sich dagegen um den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Wer möchte schon gerne die Relegationsspiele absolvieren?

Nach der Corona-Krise kommt der Neustart mit Überraschungen

Die lange Zwangspause durch die Corona-Krise wird bei allen Mannschaften nachwirken. Der Tabellenführer aus Bielefeld strotzt nach wie vor nur so von Selbstvertrauen. Aber der Start wird dann wieder wie ein neuer Saisonstart sein, der besonders in den ersten Spielen auch überraschende Ergebnisse bringen kann. Auf diesen Umstand baut der Sportbund aus Heidenheim, der mit derzeit 41 Zählern noch hofft, Hamburg oder Stuttgart einholen zu können. Mit Heidenheim gibt es nur eine Mannschaft im Aufstiegskampf, die bisher eher ein unbeschriebenes Blatt in der deutschen Fußballhistorie darstellte.

Die Frage scheint aber zu sein, ob sich Stuttgart und Hamburg noch einmal ernsthaft auf die Jagd nach der Bielefelder Arminia machen wollen, oder ob der HSV und der VfB sich dagegen vordergründig gegenseitig beharken. Das könnte an der Tabellenspitze der spannendste Kampf sein, denn die Meisterschaft an sich spielt in der 2. Bundesliga keine so große Rolle, hat der Meister doch überhaupt keine Vorteile gegenüber dem Tabellenzweiten, der ebenfalls in die Bundesliga aufsteigen darf. Nur der Dritte im Bunde kann durchaus auch einmal der Dumme sein. Dann nämlich, wenn sich der 16. aus der 1. Bundesliga als zu stark erweist, was häufig der Fall ist.

Drei Topteams und das Heidenheimer Überraschungspaket

In Heidenheim ist man sehr bodenständig unterwegs. Der Aufstieg ist keineswegs Pflicht und so spielt es sich locker in der Spitzengruppe. Sie haben vielleicht den geringsten Druck aller Teams und das könnte Heidenheim nach der Corona-Unterbrechung gleich wieder durchstarten lassen.